Schwarzfahrer im Visier von RVL-Betrieben und Bundespolizei
Rote Karte für Schwarzfahrer: In den öffentlichen Verkehrsmitteln wird jetzt stärker kontrolliert, denn das Fahren ohne oder mit gefälschtem Fahrschein nimmt immer stärkter zu.
Das Fahren ohne Fahrschein in öffentlichen Verkehrsmitteln ist nicht nur in den Großstädten zum wahren Volkssport geworden, auch im Bereich des Regio Verkehrsverbundes Lörrach (RVL) fahren noch zu viele Fahrgäste ohne Fahrschein, also "schwarz".
Außer dem Fahren ganz ohne Fahrschein ist auch die Weitergabe von persönlichen Monatskarten beliebt, vor allem im Schülerverkehr. Es wird schon nicht auffallen, dass die Karte jemand anderem gehört, denken sich viele Karteninhaber, und wissen gar nicht, dass sie damit nicht nur den Unberechtigten, sondern auch sich selbst dem Betrug und der Beihilfe zum Betrug aussetzen. Ein weiteres Delikt, das Fälschen von Monatskarten, gelingt mal mehr, mal weniger gut. Früher oder später fliegt der Schwindel auf und dann kommt das böse Erwache, eine Anzeige wegen Urkundenfälschung flattert dem Nutzer ins Haus.
Auf den Buslinien der RVL hält sich die Schwarzfahrerquote in Grenzen, da hier beim Einstieg kontrolliert wird. In der Regio-S-Bahn trifft man jedoch noch häufiger Fahrgäste ohne Fahrschein an. Nachdem im letzen Jahr auf der S-Bahn-Linie 6 der SBB von Zell nach Basel deutlich über dem Schnitt liegende Schwarzfahrerquoten festgestellt werden mussten, wurden hier die Kontrollmaßnahmen intensiviert. So finden seit geraumer Zeit groß angelegte Schwerpunktkontrollen im Gebiet des RVL statt, bei denen sämtliche Verkehrsunternehmen sowie die Bundespolizei kooperieren. Dies verstärkte Präsenz zeigt auch erste Erfolge, indem der Schwarzfahreranteil auch auf der Schiene rückläufig ist.
