Bus- und Bahnbegleiter haben Vorbildfunktion für andere / Ausweise an Efringen-Kirchener Schüler verteilt
Die letzte Veranstaltung für die neuen Bus- und Bahnbegleiter des Schulzentrums Efringen-Kirchen (wir berichteten) und verschiedener Weiler Schulen lief im Haltinger Bahndepot. Dieser Termin, nach dem die Schüler nach abgeschlossener Ausbildung ihre Fahrbegleiter-Ausweise im Rahmen der Aktion FFiBB (Faires Fahr'n in Bus und Bahn) ausgehändigt bekommen, war für die Schüler eine Riesenattraktion. Es galt, selbst einmal eine Lok zu steuern, den Bahnsteig aus Sicht des Lokführers zu beobachten, sich Sicherheitshinweise erklären zu lassen und auch das Haltinger Depot kennenzulernen. Projektbetreuer Dieter Troppmann von der Polizeidirektion Lörrach und Andrea Biebl als FFiBB-Ansprechpartnerin an den Schulen wiesen die vielen Schüler noch einmal auf die Außenwirkung des Projektes hin: "Bitte nehmt das Ganze - nämlich, dass ihr demnächst auch als Vorbild für andere dient - ernst. Unser Projekt hat eine Riesenaußenwirkung und übt Vorbildfunktion aus", sagte Troppmann.
Thomas Slupski von der Bahn führte die Schüler dann durch die Depothalle zu "ihrem Zug" und erklärte zusammen mit Kollegen später auch technische Deteils der Züge für die Schüler. Lokführer Hanspeter Guetlin erklärte den Schülern die Brems- und Beschleunigungsfunktion des Triebwagens und ging auch auf die umfangreiche Sicherheitsausstattung im Lokführerstand ein. So setzt eine automatische Geschwindigkeitsbremsung ein, wenn der Lokführer zu schnell fährt oder einschläft. "Eine Blackbox wie im Flugzeug haben wir allerdings nicht", teilte Guetlin den neugierigen Schülern mit. Auf die Frage, wer nun unter Anleitung ein Stück Versuchsstrecke fahren wolle, meldeten sich zuerst nur die Jungen bevor auch die Mädchen Interesse anmeldeten. Mit im Zug befand sich übrigens Gottfried Bühler von der Bundespolizei, der mit verschiedenen Schülern und später auch den Ausbildern Gespräche über das Graffiti- und Müllproblem in den Zügen führte. "Leider sieht es immer dann besonders schlimm aus, wenn die Schüler Schulschluss haben und ihren Frust in den Wagen abreagieren", berichtete er und zählte Beispiele auf. "Da werden Klappsitze als Trampolin missbraucht und gefüllte Flaschen unter die Sitze gelegt", sagte er und bat die Schüler in Zukunft nach Möglichkeit vernünftig auf ihre Altersgenossen einzuwirken - allerdings dabei genau abzuschätzen, ob der Gesprächspartner nicht aggressiv reagiere.
