Bus, Zug und Auto fahren mit einer Karte

Leuchtend blau und grasgrün im Scheckkartenformat, so sieht sie aus, die neue RegioMobilCard. Am Samstag stellten der RVL- Geschäftsführer Frank Bärnighausen und der Car-Scharing Südbaden Geschäftsführer Matthias Lübke ihre neueste Errungenschaft auf dem Senser Platz in Lörrach beim Energie- und Verkehrsaktionstag (siehe Lokalseite Lörrach) vor. Die kleine Karte verbindet große Angebote miteinander. Einerseits kann bei einem Preis von 41 - 53 Euro (je nach Zonen) das RVL-Netz genutzt werden, anderseits gilt die kleine Grünblaue als Rabattkarte für das Car-Sharing System Südbaden. 20 Prozent und eine reduzierte Einlage sollen neue Kunden für das kleine Kärtchen gewinnen.

 

Die Benützung der Fahrzeuge des Car-Sharing wird wesentlich vereinfacht. Ein integrierter Chip öffnet die Türen. Die Abrechnung erfolgt über Bordcomputer.

 

Lübke verspricht sich einen Erfolg des Kooperationswerks zwischen RVL und Car Sharing Südbaden: "Wenn man bedenkt, dass ein normaler Mittelklassewagen durchschnittlich 500 Euro im Monat kostet, denke ich, dass viele dieses Angebot wahrnehmen werden." Der Vorteil des Car-Sharing bestehe darin, dass der Kunde sofort den Preis seiner Fahrt ermitteln könne, erklärte Lübke. Das führe zu einem bewussteren und somit umweltschonenderen Umgang mit dem Fahrzeug, betont der Car-Sharing Geschäftsführer.

 

Manche seiner Kunden, so Lübke, seien sogar von Car-Sharing wieder abgekommen, weil sie andere Möglichkeiten wie Bus, Bahn oder Fahrrad entdeckt hätten.

 

"Wir wollen uns aber nicht gegenseitig die Kunden wegnehmen", bekräftigte RVL-Geschäftsführer Bärnighausen. Vielmehr sei die neue RegioMobilCard eine sinnvolle Ergänzung aus beiden Angeboten, RVL und Car Sharing, so Bärnighausen. Lübke ergänzte, dass angedacht sei, einen Rabatt von 20 Prozent für Lörracher Taxiunternehmen in das Angebot zu integrieren. "Das muss aber noch geklärt werden", so Lübke.