"Faires Fahr'n mit Bus und Bahn": 94 Schülerinnen und Schüler aus acht Schulen im Kreis erhalten Zertifikate als Begleiter
Faires Fahr´ n in Bus und Bahn — das Projekt FFiBB hat in den drei Jahren seines Bestehens etwa 450 Fahrzeugbegleiter ausgebildet. 94 aus acht Schulen im Landkreis erhielten am Donnerstag ihr Zertifikat.
Eine von ihnen ist Janine Dumont. Sie fährt an jedem Schultag die Strecke Rheinfelden — Lörrach. Bisher hat sie gute Erfahrungen gemacht, musste nur einmal bei einer Rangelei eingreifen. Neben Schülerinnen und Schülern des Hebelgymnasiums erhielten Fahrzeugbegleiter der Gertrud-Luckner-Realschule Rheinfelden, der Montfort-Realschule Zell, der Theodor-Heuss-Real- und Freien evangelischen Schule, beide Lörrach, der Markgrafen- und Realschule Weil am Rhein und des Schulzentrums Efringen-Kirchen ihr Zertifikat.
Insgesamt nehmen zehn Schulen aus dem Kreis an dem Projekt teil, die ersten Begleiter sind schon in “Pension” , berichtet Dieter Troppmann von der Polizeidirektion. Neben der Polizei sind die Bundespolizei, der Regio Verkehrsverbund (RVL) mit SWEG, SBG, Deutsche Bahn, SBB, das Landratsamt, Schulamt und die Stadtverwaltung und die Badische Zeitung Projektpartner.
Schirmherr ist Landrat Walter Schneider. Er befürworte den Weg, gegen Gewalt und Vandalismus nicht mit der Keule, sprich Polizeigewalt vorzugehen, sondern auf Akzeptanz und Überzeugungskraft zu setzen. Er sprach von der Sozialkompetenz, die die Fahrzeugbegleiter haben müssten, dass sie bereit seien, Zivilcourage zu zeigen und Grenzen zu setzen. Sie seien keine Hilfssherrifs, Spitzel oder Kontrolleure, sie würden auch nicht mit der Polizei zusammenarbeiten, sondern, so bestätige Troppmann, sie arbeiteten im sozialen Auftrag.
Schneider wie auch die FFIBB-Ausbilderin Andrea Biebl sprachen die Hoffnung aus, dass den Jugendlichen diese Erfahrungen auch auf dem zukünftigen Weg hilfreich sein werden. Das Zertifikat ist ein Stück weit auch ein Zeugnis, sich im freiwilligen Bereich für die Allgemeinheit einzusetzen. Das Projekt, von Dieter Troppmann als vernetzte Präventionsarbeit bezeichnet, stehe und falle mit der Zusammenarbeit der jungen Leute. Diese seien genauso wie die Projektpartner interessiert, die Situation in den Bussen und Bahnen zu verbessern.
