Der Regio Verkehrsverbund Lörrach feiert sein zehnjähriges Bestehen / Festakt auf dem Rathausplatz in Lörrach
Mit einem attraktiven Fest beging der Regio Verkehrsverbund Lörrach (RVL) sein zehnjähriges Bestehen. Und zur Feier des Tages waren alle Bahnen und Busse des RVL kostenlos zu benutzen. Nicht nur um zu dem Fest auf dem Bahnhofsplatz in Lörrach zu kommen. Schon ab 10 Uhr waren viele Besucher da, die sich neue Busse des Verbundes anschauen konnten, Informationen und Geschenke der einzelnen Partner der RVL an Ständen einholten oder ihre Kinder zur Hüpfburg in Form eines Busses brachten. Viele hatten sich zuvor beim Kinderschminken in gefährliche Raubkatzen verwandeln lassen. Währenddessen waren auch das Glücksrad und die gastronomischen Stände gut besucht.
Um 14 Uhr fand auf dem Rathausplatz der offizielle Festakt mit geladenen Gästen statt. Frank Bärnighausen, zusammen mit Jürgen Meißner Geschäftsführer der RVL, begrüßte seine Gäste und nahm in seiner Rede Abstand von Fusionen mit anderen Verbünden. "Über 90 Prozent der Fahrten finden im Binnenverkehr statt, also innerhalb des bereits existierenden Verbunds." Die Lörracher Bürgermeisterin Marion Dammann skizzierte die Lage des öffentlichen Personennahverkehrs vor Verbundsgründung. Mehrere Busgesellschaften hatten mit unterschiedlichen Tarifen gearbeitet. "Die Gründung des RVL war ein Fest und eine Stunde des Glücks" , betonte sie. Landrat Walter Schneider sprach in doppelter Funktion. Er ist zugleich Vorsitzender des Aufsichtsrats der RVL und freute sich über die vielen Anstrengungen des Verbunds, Menschen in Bus und Bahn zu bekommen. "Durch die Zeitkarten haben wir viele Stammfahrer gewinnen können."
Von Regierungsseite richtete auch Volkhard Malik, Regierungsdirektor des Innenministeriums Baden-Württemberg lobende Worte an "einen der innovativsten Verkehrsverbünde des Landes" . Das Land fördert die RVL im Jahr mit einer Million Euro. "Das Steuergeld, das wir hier ausgeben, ist gut angelegt" , so Malik.
Der Sprecher des Bundesverkehrsministeriums, Dr. Schwellenbach, war nicht ganz ernst zu nehmen. Der lobte nämlich die Schwarzfahrer, die ökonomische Chancen böten. Schwellenbruch, alias Dr. Ronald Kaminsky vom Kabarett "Restrisiko" , brachte mit seiner Truppe das Publikum mit weiteren verkehrspolitischen Überlegungen zum Lachen. Mit einem Kinderkonzert der Liedermacherin Jenny Thoms klang das Fest etwas später als geplant aus. Gute Organisation und hervorragendes Wetter entließen Besucher und Ausrichter gut gelaunt ins Wochenende.
